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SIGMA2

 

Die SIGMA2 ist eine hochintegrierte Astro CCD Kamera in der die gesamte, zum Betrieb notwendige Elektronik integriert ist.

Die Basis für die SIGMA2 bilden - wie schon bei der SIGMA1 - die bestens bewährte KODAK CCD Sensor Technologie. Diese CCD's bieten ein Maximum an Qualität und Leistungsfähigkeit zu einem günstigen Preis-Leistungs Verhältnis. Volle 16-bit Auflösung, eine 2-stufige thermoelektrische Peltierkühlung, eine schnelle USB-Verbindung zum Computer und eine leistungsfähige deutsche Steuersoftware sind selbstverständlich.

 

 

Full Frame oder Interline - Entscheiden sie selbst.

Das Konzept der SIGMA2 bietet die Möglichkeit eine ganze Reihe verschiedener Sensoren einzusetzen. Neben den bekannten FULL Frame (KAF) Sensoren werden nun auch Interline (KAI) Sensoren, sowie der neue "Große" von KODAK - der KAF8300 - mit 8,3 Megapixel und Antiblooming Gate unterstützt.

Full Frame Sensoren zeichnen sich durch Ihre extrem hohe Quantenausbeute (QE) aus, die bis zu knapp 90% erreichen kann. Möglich wird dies, weil die gesamte Fläche des Pixels zum Sammeln der einfallenden Photonen verwendet werden kann. Man spricht in diesem Fall von 100% Füllfaktor. Im Gegensatz dazu benötigen Interline Sensoren einen Teil der Pixelfläche für die Zwischenspeicherung der angesammelten Elektronen während des Auslesens. Photonen die auf diesen "Zwischenspeicher" fallen gehen für die Aufnahme verloren. Durch das Aufbringen von Mikrolinsen auf die Chipoberfläche wird erreicht, dass mehr Licht auf den sensitiven Teil jedes Pixels fokussiert wird. Die Quantenausbeute wird dadurch verbessert und erreicht etwa 60%. Die hohe Empfindlichkeit von  Full Frame Sensoren kann aber nicht erreicht werden.

Ein weiter wichtiger Unterschied zwischen Full Frame - und Interline Sensoren besteht in der Anzahl Elektronen, die pro Pixel gespeichert werden können. Die Kapazität eines Pixel ist bei Full Frame Sensoren prinzipiell deutlich größer als bei Interline Sensoren, da ja bei letzterem ein Teil des Pixels ja für den Zwischenspeicher verloren geht. In erster Näherung kann davon ausgegangen werden, dass bei gleicher Pixelgröße ein Full Frame Sensor die 2 - 3 fache Menge an Elektronen speichern kann als ein Interline Sensor. Daraus resultiert ein deutlicher Vorsprung in der Dynamik. Je größer die Dynamik, desto länger kann belichtet werden bevor der Sensor in die Sättigung geht.

Der wichtigste Nachteil der Full Frame Sensoren liegt in deren Blooming Verhalten. Jeder der schon mal mit diesem Sensortyp gearbeitet hat kennt die Blooming Artefakte an hellen Sternen. Diese entstehen, wenn ein Pixel seine gesamte Ladungskapazität erreicht hat und die überzähligen Elektronen nun in die benachbarten Pixel abfließen.

 

Die Kühlung

Jeder Halbleiter - und dazu gehören auch CCD Sensoren - erzeugen im Betrieb sog. thermisches Rauschen. Je höher die Temperatur des Sensors, desto höher ist auch dieser unerwünschte Effekt. Eine effektive Methode dieses thermische Rauschen zu minimieren besteht in der aktiven Kühlung des Sensors. Die SIGMA2 enthält zu diesem Zweck eine 2-stufige thermoelektrische Kühlung, mit deren Hilfe der Sensor um ca. 40°C gegenüber der Umgebungstemperatur heruntergekühlt werden kann.
Die gewünschte Temperatur kann vom Anwender vorgegeben werden und wird dann mit einer Genauigkeit von 0,1°C konstant gehalten. Eine präzise Temperaturregelung ist ein wichtiger Bestandteil einer aktiven Kühlung. denn nur dadurch ist es möglich mit Dark Frame Bibliotheken zu arbeiten. Nutzen Sie die klaren Nächte lieber mit der Gewinnung von Photonen als mit der Erstellung von Dunkelbildern.

Der CCD Chip ist bei der SIGMA2 in einer luftdichten Kühlkammer untergebracht. Dadurch wird die Betauung des Sensors bei tiefen Temperaturen wirksam verhindert. Die Kühlkammer wird durch ein spezielles Trockenmittel auf unter 5% Luftfeuchte gehalten. Sollte nach einigen Jahren Betriebszeit doch einmal Feuchtigkeit eindringen kann das Trockenmittel bequem von außen getauscht werden, ohne dass die Kamera geöffnet werden muss.

 

 

Der Shutter

 

Full Frame Sensoren müssen während des Auslesvorganges vor weiterem Lichteinfall geschützt werden, um sog. smearing Effekte zu verhindern. Aus diesem Grund ist die SIGMA2 grundsätzlich mit einem mechanischen Shutter ausgestattet
Im Gegensatz zur SIGMA1 ist dieser als Rotating Shutter ausgelegt. Damit werden Flatfields und Lights jetzt auch bei sehr kurzen Belichtungszeiten gleichmäßig ausgeleuchtet.
 

 

 

Das Anschlussfeld der SIGMA2 besteht lediglich aus der Powerbuchse und dem USB Anschluss zum Steuerrechner. Für beide Anschlüsse ist ein passendes Kabel im Lieferumfang enthalten.
Dank des großzügig bemessenen Kühlkörpers wird die Kamera selbst bei maximaler Kühlleistung kaum handwarm. Da die gesamte Technik gezielt für den mobilen Betrieb ausgelegt ist, reicht eine einzige 12V Spannungsquelle – z.B. ein Bleiakku - aus. Selbstverständlich kann auch ein stabilisiertes Netzteil als stationäre Stromversorgung verwendet werden.

 

Filterrad gefällig ?

Die SIGMA2 kann optional mit einem integrierten Filterrad ausgestattet werden. Dies erlaubt die Verwendung von Standart 1-1/4" Filtern auch bei größeren Sensoren. Das Filterrad ist für alle Sensoren mit Ausnahme des KAF6303E einsetzbar. Die Steuerung erfolgt über den USB Anschluss der Kamera. Zum Wechsel des Filterrades muss die Kamera nicht geöffnet werden. Lediglich der M48 Adapter wird abgeschraubt.

Je nachdem ob die SIGMA2 mit - oder ohne Filterrad ausgestattet ist, beträgt die gesamt Gehäusedicke nur 68mm bzw. 78mm.

 

 
 

 


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